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Historie

 

So fing`s damals an

An einem Tag im Jahre 1907 traf sich eine Gruppe angesehener Büttgener Bürger in dem Lokal von Willi Müller mit dem Ziel, eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen.

Zu Beginn des neuen Jahrhunderts war das Feuerwehrwesen in Preußen durch ein Gesetz einheitlich geregelt worden. Seit 1906 bestand für Städte und Gemeinden in der gesamten Rheinprovinz die Verpflichtung, Feuerwehren ins Leben zu rufen.
Im §1 der Kreis-Polizeiverordnung über die Nachbarhilfe bei Brandfällen hieß es u.a.: "Die auf Grund des Ortsstatuts oder der Feuerpolizeiverordnung für die Rheinprovinz gebildeten Pflichtfeuerwehren und Feuerwehren sowie vom Regierungspräsidenten anerkannten Freiwilligen Feuerwehren sind verpflichtet, bei Bränden in den Nachbargemeinden, und zwar wie folgt Hilfe zu leisten: Der Stadt Neuss von den Gemeinden Heerdt, Kaarst, Büttgen, Holzheim, Norf und Grimlinghausen....."
Dagegen wurde Büttgen in schwierigen Fällen von der Stadt Neuss und den Gemeinden Kaarst, Grefrath und Glehn unterstützt.

Die Büttgener taten sich mit der Gründung ihrer Feuerwehr nicht schwer. Männer, die bereit waren den Kampf gegen den "Roten Hahn" aufzunehmen mußte man nicht lange suchen. So war der erste Vorstand schnell gewählt:

Chef der Feuerwehr    Bürgemeister Robert Grootens
1.Brandmeister Jakob Faustens
2.Brandmeister Matthias Tillmann
Steigerführer Adam Faßbender
Spritzenführer Willi Müller
Wasserführer Franz Schmitz
Ordnungsleiter Heinrich Reuter
Schriftführer Johann Krölls
Kassenführer Peter Keller




 

 

 

 

Vor allem Handwerker und selbständige Bauern stellten sich zu jener Zeit in den Dienst der neuen Feuerwehr. Bis dahin waren sie bei Feuersbrünsten und Naturkatastrophen allein auf nachbarschaftliche Hilfe angewiesen. Ihre begeisterte Bereitschaft Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen zeigte sich beim großen Kreisfeuerwehrverbandstag, den die Büttgener schon ein Jahr später am 7.Mai 1908 ausrichteten. Die junge Wehr zählte 48 aktive Mitglieder und im Rahmen der Feierlichkeiten wurde der erste selbstgebaute hölzerne Steigerturm an der Driescher Straße eingeweiht.

Es gibt leider keine Niederschriften über diesen Tag, jedoch war zweifellos ganz Büttgen auf den Beinen, um die Parade - allen voran die Feuerwehrkapelle unter der Leitung von Heinrich Hüren - die Festreden und Schauübungen mitzuerleben. Die Führer der Wehr zeigten sich zum erstenmal in ihren schmucken Ausgehuniformen, im einreihigen, mittelblauen Schoßrock mit Stehkragen und Ärmelaufschlägen aus hellblauem Samt. Dazu trugen sie schwarze Hosen mit karmesinroten Biesen. Ihre Helme waren aus schwarzem Lackleder. Helmspitze und Beschlag waren aus weißem Metall. Helmzier war der preußische Adler. Den Säbel in schwarzer Lederscheide mit Löwenkopf trugen die würdigen Herren untergeschnallt.

Ausgehuniform der Mannschaften war die marinblaue Litewka in Form einer Joppe, deren Kragen, Ärmelaufschläge, Schulterklappen und Vorderkanten mit einem karmesinroten Vorstoß versehen waren. Auf ihren schwarzen Lacklederhelmen glänzte anstelle des Pickels ein heller Metallkamm.

Zu den ersten Feuerwehrleuten in Büttgen gehörten:
Theo Esser
Heinrich Drechsler
Georg Fischer
Peter Kemper
Hubert Lemm
Adam Jakob
Franz Maassen
Hermann Pütz
Franz Pesch
Peter Tillmanns
Wilhelm Tillmann
Franz Schnitzler
Johann Wefers

 

Mit Pferd und Wagen

Das Feuerwehrdepot befand sich zu Kaisers Zeiten, übrigens noch bis 1955, an der Scharnhorststraße 6 auf einem gemeindeeigenen Grundstück.(siehe Foto)
Dort waren die Geräte der Wehr untergebracht:

 

Handdruckspritzen die mit Pferden an die Brandstelle gezogen wurden, Steigerleitern, Schläuche, Ledereimer, Spaten, Äxte, Beile. Im Keller des alten Spritzenhauses, in dem der kommunale Polizeibeamte seine Dienstwohnung hatte, befand sich auch eine kleinen Zelle, in der Gesetzesübertreter verwahrt wurden.
Wenn zu jener Zeit Flammen und Qualm aus einem Scheunendach in Driesch oder Büttgen schlugen, wurde der Brandmeister als erster informiert. Er griff das Brandhorn, schwang sich auf sein Fahrrad und blies seine Mannschaft aus leibeskräften zusammen. Darüber konnte manchmal einige Zeit vergehen, vor allem während der Ernte, wenn alle Bauern auf ihren Feldern arbeiteten. Das nötige Löschwasser holten sich die Wehrmänner, die gemäß ihrem Wahlspruch "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr" ohne Entschädigung für die verlorene Arbeitszeit Hilfe leisteten, aus den Privatbrunnen der Landwirte. Bauern die sich nicht in der Wehr verpflichtet hatten, halfen in Notfällen kräftig mit, indem sie ihre Jauchewagen mit Wasser füllten und so schnell wie möglich an die Unglücksstelle fuhren.

Übrigens ging so eine Eilfahrt mit Pferdegespann auf den holprigen Wegen nicht immer ohne Zwischenfälle ab. So erinnern sich einige alte Wehrmänner daran wie um 1930 in Driesch bei einem Einsatz der Spritzenwagen samt Bürgermeister Grootens in den Graben kippte.

Am 1. April 1912 übernahm dann Brandmeister Karl Breuer das Kommando in der Wehr. Zwei Jahre später brach der 1.Weltkrieg aus. Der Steigerturm wurde zerstört. Vier Jahre später, beim Fest des Kreis-Feuerwehrverbandes Neuss in Büttgen konnte die Wehr ihn in alter Pracht wieder übernehmen.

Die Nachkriegszeit war für alle nicht leicht. Das Vereinsleben der Feuerwehr mußte bis Ende 1919 komplett ruhen. Erst 1924 - so erinnerte sich Bernhard Kröll in einem Brief - konnten Heinrich Sandkaulen, Josef Hoster, Georg Fischer, Bernhard Krölls, Adam Reuter, Johann Hausmann, Josef Dahmen, Johann Schweimanns und Josef Kroll endlich wieder einmal einen Ausflug zum Provinzial-Feuerwehrtag in Bonn unternehmen.
Er schrieb: "Wir hatten einen Abstecher auf die andere Rheinseite gemacht und trafen durch Zufall Hans Grootens, der ein Foto von uns machte.(s.u.) Kurz darauf wurden wir von einer französischen Streife angehalten. Unser Vize-Brandmeister Koll wurde als deutscher Offizier verdächtigt und längere Zeit festgehalten und verhört. Zum Schluß mußte er seine Helmspitze abschrauben,und wurde dann wieder freigelassen."
Im Jahr 1925 wurde das Rheinland von der Besatzung befreit. Aus diesem Anlass wurde auch in Büttgen reichlich gefeiert.

Weltkrieg und Wiederaufbau

1934 übernahm Oberbrandmeister Josef Koll die Führung der Wehr, er starb während de 2.Weltkrieges. Aus seiner Amtszeit stammt ein Zeitungsartikel, der das 30-Jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Büttgen ganz im Stil der nationalsozialistischen Zeit beschreibt.
Der Bericht erschien am 18.8.1937

Die Büttgener Wehr, von den Nazis in „Feuerlöschpolizei“ umbenannt, hatte sich in ihren ersten 30 Lebensjahren ständig verbessert. In ihrem Wirkungskreis stand sie in hohem Ansehen. 1925 war die erste Motorspritze angeschafft worden, die jedoch die altbewährten Handdruckspritzen nicht völlig verdrängten. Noch bis zum Anfang der 30er Jahre wurde von der Hand gepumpt.
Erst später bekamen die Büttgener eine verbesserte Motorspritze und ein Einsatzfahrzeug mit Anhänger für die Mannschaft. Der Aluminiumhelm ersetzte den Lederhelm und die Sirene das Brandhorn. Nur während des 2.Weltkrieg kam es noch öfter zu Ehren, immer dann, wenn der Strom ausfiel, und das war ja nicht selten. Zu Beginn des Krieges wurden die Feuerwehrmänner eingezogen, ältere Landwirte und Handwerker für den Feuerwehrdienst verpflichtet.
Sie halfen nach den schweren Luftangriffen die Brände zu löschen und vor allem die Trümmer wegzuräumen. Nach dem Zusammenbruch 1945 stand auch die Büttgener Feuerwehr vor dem Nichts. Sämtliche Geräte waren im Krieg verloren gegangen. Die beiden Motorspritzen von 500 und 800 Liter dahin.

Doch der findige alte Hase, Oberbrandmeister Gustav Ingmanns, der 1945 Wehrleiter geworden war, wußte sich zu helfen. Eh`man sich`s versah, besaß Büttgen wieder eine neue  Motorspritze aus Wehrmachtsbeständen. Als Ingmanns 1953 aus dem aktiven Dienst schied, stand im Gerätehaus wieder eine 800 Liter Spritze mit Mannschaftswagen einsatzbereit.
Über die ersten 40 Jahre Büttgener Feuerwehrgeschichte wissen wir leider nicht viel. Zwei schreckliche Kriege fielen in diese Zeit, und da hatte die Feuerwehr wichtigere Dinge zu retten als alte Protokolle.
Zwei Zeitungsartikel jedoch aus dem Privatarchiv von Willi Krüppel, zu dem Schriftführer Hans Neuls vieles beigetragen hat, aus den Jahren 1938 und 1939 werfen ein kleines Licht auf die graue Feuerwehr-Vorzeit.

 

 

 

Feuer in der Braunkohlegrube und Hochwasser

An die erste große Brandkatastrophe nach dem Krieg erinnern sich noch einige der alten Kollegen. Am 29.April, es war ein Samstagmorgen, da heulten die Sirenen. Feuer in den Braunkohlegruben in Neurath! Alle Wehren um Umkreis rückten aus. Bis zum Mittwoch waren die Büttgener Tag & Nacht im Einsatz.

Einige Wochen zuvor hatten Schneemassen die Freiwillige Feuerwehr in Atem gehalten. Das Dorf von der Gladbacherstr. bis Weiler Höfe war überflutet. Noch heute zeigt eine Markierung am Weiler Hof den damaligen Wasserstand 2,10 Meter. Auch im Frühjahr 1963 hieß es in der Gemeinde „Land unter“, von Vorst bis Holzbüttgen. Nach einem strengen Winter mit tiefgefrorenem Boden setzte plötzlich die Schneeschmelze mit heftigen Regenfällen ein. Pausenlos stand die Wehr an der Pumpe, die irgendwann dabei zu Bruch ging, so dass eine Ersatzpumpe beschafft werden musste, welche übrigens das Ende der Überschwemmungen ebenfalls nicht überlebte.
Erst mit dem Bau der Umgehungsstraßen 1965 (L381) und 1969 (L154) war die Hochwassergefahr gebannt.

 

 

Von Marzipanbrötchen

Wenn man heute ein Gespräch mit Kollegen führt, die so ihre 40 Jahre Dienst auf dem Buckel haben, so geraten diese ins Schwärmen in der Erinnerung an die 50er Jahre. DAS waren Zeiten…..Sicher - auch damals gab es gefährliche Einsätze, aber noch lange nicht so viele Verkehrsunfälle wie heutzutage. Die Zahl der Verkehrsunfälle nahm erst in den 60er Jahren erheblich zu. Das Vereinsleben stand in den 50ern in voller Blüte, man erfreute sich nach den schweren Jahren am allgemeinen Aufschwung, aber man stand noch nicht unter Stress und Zeitdruck.
Nach ihren Einsätzen hatten die Feuerwehrmänner genügend Muße für einen entspannenden Umtrunk und ein kräftiges Essen. Es wurde gesungen und die Geselligkeiten entwickelten sich spontan. Man war nicht anspruchsvoll. Oft wurde aus dem Nichts ein herrliches Fest gezaubert. Selbst nach anstrengenden nächtlichen Einsätzen war die Büttgener Wehr zu Späßen aufgelegt. So kehrte sie einmal frühmorgens um fünf Uhr Bei Bäcker Kotzur ein, der grade die frischen Brötchen aus seinem Backofen holte. Während der Bäckermeister warme Brötchen gegen einen erwärmenden Schluck aus der Schnapsflasche eintauschte, hatten einige Witzbolde einen Berg Marzipanrohmasse entdeckt, genau neben einem großen Blech mit ungebackenen Brötchen. Mit Geschick und Schnelligkeit, die jedem Feuerwehrmann zur Ehre gereicht hätte, drückten sie Marzipankügelchen in den weichen Teich, so dass in vielen Büttgener Familien an diesem Morgen Marzipan-Brötchen auf dem Frühstückstisch standen.

 

 


Etwas Ländliches... Kuh in Jauchegrube!?


In der Tat geschah es in den 60er Jahren, dass morgens gegen 8.00 Uhr, Brandmeister Hans-Paul Schmitz frühstückte gerade, die Sirene ging. Schnell  zum Depot, in die Kombi geschlüpft und ab ging´s. Wohin? Was war los? Oberbrandmeister Sandkaulen, derzeit noch Wehrführer, beorderte alle zum Holzbüttger Haus, wo  Bauer Berrisch eine Milchkuh in den Jauchekeller gefallen war. Ja man(n) hatte richtig gehört.-Er hatte mit seinen Knechten und Nachbarsleuten schon seit einer Stunde versucht die Kuh, die bis zum Hals in dieser Jauche stand, herauszuziehen. Sie hatten ihr einen Strick um den Hals gebunden und nur immer fleißig gezogen. Brandmeister Hans-Paul Schmitz kannte nicht viel von Kühen; aber der Hals war seines Erachtens schon länger geworden. Was war zu tun? Tauchen, und einen Gurt um den Bauch legen, schien ihm etwas zu riskant. Er ließ sich vom Bauern einen Dachsparren geben, ging mit Oberfeuerwehrmann Kamps die Sache von hinten an, schob den Balken der Kuh zwischen die Hinterbeine und wollte damit das Hebelgesetz anwenden. Oberbrandmeister Sandkaulen und Oberfeuerwehrmann Klüber sollten auf Kommando den Hofleuten mit ziehen helfen.
Eins, zwei, hau ruck, und mit einem Sprung war die Kuh aus der Jauchegrube.
Er stand ganz still und bewunderte das Werk. Die Kuh jedoch, froh von den Höllenqualen befreit zu sein, schüttelte sich wie ein Pudel und bewarf ihn dadurch von oben bis unten mit Kuhscheiße. Alles lachte, er stand betroffen, - Selbst der Aufgesetzte von Bauer Berrisch konnte ihn nicht froh stimmen. Er dachte nur „Dank der Kreatur“.

 

 


Ein denkwürdiger Einsatz-Oder…Wie werden wir das Toilettenhaus los?

Ein denkwürdiger Einsatz in diesen Jahren, so wird noch heute erzählt, galt dem alten Toilettenhäuschen an der Pampusschule. Die Büttgener empfanden das schlecht riechende Plumpsklo von 1870 als Schandfleck in ihrer Gemeinde. Eines Nachts gegen halb drei gab es Feueralarm. Das "Häuschen" brannte lichterloh. Die Wehr rückte aus, und wie es der Zufall wollte, waren die Bahnschranken gerade heruntergelassen worden. Die Mannschaft wartete geduldig doch der Zug kam nicht. Schließlich gingen die Schranken wieder hoch, und die Feuerwehr war bald am Einsatzort. Doch aus unerklärlichen Gründen waren die Männer am Schlauch in dieser Nacht nicht in der Lage das Feuer zu treffen. Bei ihren Lösch- Bemühungen soll am Ende der Ortspolizist nass gespritzt worden sein. Das Toilettenhäuschen jedoch brannte komplett nieder. Doch wirklich traurig darüber war niemand in Büttgen.

 

 

Auch Musik gab’s damals schon

Auch damals wusste man schon  wie man ein gemütliches Fest gestaltet. Dazu gehörte bereits früher schon die richtige Musik. So ist es auch nicht verwunderlich, das zu jener Zeit, genauer gesagt, am 28.Januar 1962 im Lokal Laumen das Fanfarenkorps gegründet wurde.

 

Es gelang ganz nebenbei die Musiker für den aktiven Dienst zu gewinnen. Das Korps nahm an diversen Fanfarenwettstreiten und Karnevalsveranstaltungen teil. Als Ausbildungsleiter Lingweiler das Korps verlassen musste, wurde Hubert Dickers der neue Leiter des Korps.
Jakob Sterck wurde der neue Ausbilder des Korps. Besonders die Jugend fühlte sich bei den Spielleuten sehr wohl. 1974 machte sich das Fanfarenkorps unter dem Namen „Jan-Van-Werth-Korps“ selbständig. Beim 75 Jubiläum waren die Gründer unter Hubert Dickers mit Hörnern mit von der Partie.

 

 

Unser Feuer , unser Wasser (Eigentlich albern…aber auch das gab es früher)


Einsätze gingen leider nicht immer reibungslos vonstatten, vor allem dann nicht, wenn nachbarliche Hilfe ins Spiel kam, oder die Zuständigkeiten nicht klar abgegrenzt waren. So etwas erlebte man in den 50er Jahren, als es bei Bauer Engels auf der Weilerhöfe brannte. Damals gehörte die rechte Seite der Weilerhöfe gemeindlich nach Kleinenbroich. Die Feuerwehr Büttgen, weil zuerst alarmiert, rückte aus, setzte Standrohr und den Hydranten und löschte eifrig. Als nun auch die Kleinenbroicher Wehr anrückte, beschied deren Brandmeister, “Büttger weg da, das ist unser Feuer“ Oberbrandmeister Sandkaulen stellte sich auf den Hydranten und sagte: “Und das ist unser Wasser“. Die Wasserleitung lag nämlich auf Büttger Seite.

 

 


Scheppisch Jupp


Wenn über die Geschichte der Büttgener Feuerwehr gesprochen wird, so darf einen Mann nicht vergessen,  Scheppisch Jupp, oder Junkers Josef, der Vater von Trautchen, die allseits beliebte Wirtin in Büttgen. Jupp war bis in die Kriegsjahre hinein Schirrmeister der hiesigen Feuerwehr. Seine Aufgabe war es mit seinen Pferden den Löschkarren zur Brandstelle zu bringen. Oft hat man mit Andacht seinen Berichten gelauscht, und musste feststellen, dass die Kameraden von früher es doch gar nicht einfach hatten. Jupp musste, wenn die Sirene ging und er auf dem Feld war, erst einmal die Pferde ausspannen, zum Gerätehaus reiten, wieder umspannen, um dann zur Einsatzstelle zu fahren. „Und mer wore schnell, vör uns könnt err ösch hütt noch dr Hot avtrecke“ pflegte er zum Schluss zu sagen.

 

 


Mit dem Fortschritt wuchsen auch die Aufgaben

In den 60er Jahren wurden die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr immer größer. Da war nun auf den Dienstbesprechungen nicht mehr die Rede von Einsatzfreudigkeit, sondern Einsatzfähigkeit hieß das oberste Gebot. Die Entwicklung im Straßenverkehr ging immer weiter. 1962 stiegen die Unfallzahlen rapide an. Bei 1057 Unfällen im Kreis Grevenbroich war der Einsatz von Krankenwagen nötig.
Die Verantwortlichen forderten daher besondere Schwerpunkte an den Bundesstraßen einzurichten. Die Ausrüstung der Feuerwehren wurde stetig verbessert, der Atem -und Gasschutz verstärkt, der Strahlenschutz als zukünftige Maßnahme erkannt. Die Gemeindevertreter zeigten viel Verständnis für die notwendigen Anschaffungen der Feuerwehr. Büttgen brachte1964 z.B. 13.200 DM für seine Freiwillige Feuerwehr auf. Aus der Feuersschutzsteuer gingen nochmals 6.365 DM an Beihilfen ein. Im Haushalt 1965 waren 60.000 DM für den Kauf eines Tankwagens ausgewiesen. Bei seiner Einweihung auf dem Hof der Pampusschule waren nicht nur die Honoratoren der Gemeinde und Verwaltung, Bürgermeister Klüber, Gemeindedirektor Möllmann und Kreisbrandmeister Buschhüter anwesend, auch zahlreiche Büttgener Bürger meist Jugendliche, nahmen an der Zeremonie teil.

 

 

Das Fahrzeug fasste übrigens 2400 Liter Wasser, was am Einsatzort ein direktes: “Wasser marsch!!“ ermöglichte. Auf der Jahreshauptversammlung am 5. März 1966 lobte übrigens der Kreisbrandmeister die gute Ausrüstung und den guten Ausbildungsstand der Büttgener Feuerwehr. An dieser Tatsache hat sich bis heute nichts geändert.

 

 

 

 

 


Nachwuchssorgen? Die gab`s nicht


Wenn sich heut zu Tage manch Freiwillige Feuerwehr sorgen wegen Nachwuchs macht so kannte man dieses Problem zur damaligen Zeit überhaupt nicht. 1967 legte Oberbrandmeister Johann Sandkaulen sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder. Schon 1966 war Brandmeister Peter Bayer (Bruste Pitter) von der Mannschaft als Nachfolger bestimmt worden. Leider konnte er von der Gemeinde nicht mehr offiziell in sein Amt eingeführt werden weil er am 13.Oktober verstarb.
Sein Nachfolger wiederum wurde schließlich Brandmeister Hans-Paul Schmitz. In jenem Jahr bot die Feuerwehr ein geschlossenes Bild. Ihre Mitglieder stammten zum überwiegenden Teil aus Büttgen. Zwar gab es in Holzbüttgen und Vorst genügend Interessenten für die Feuerwehr, die jedoch ihre eigenen Löschzüge bilden wollten. Davon hielten die Büttgener nichts, die Bildung von Außen-Löschzügen hätte die Gemeindekasse zu stark belastet. Ach ja …. Wie gesagt - Nachwuchssorgen gab es nicht, denn 1967 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet, deren Mitglieder sich in den folgenden Jahren nach und nach in den aktiven Dienst eingliederten.
So hatte die Wehr im Oktober 1969 allen Grund ihren 60.Geburtstag unbeschwert zu feiern. Viele Gäste gaben sich ein Stell dich ein. U.a  Der Bürgermeister, Gemeindedirektor, Kreisdirektor Brüggen, Abordnungen der Schützen, des DRK und der Geistlichkeit. Die Feuerwehr sei bereits mehr als eine Einheit, die zur Brandbekämpfung eingesetzt werde, nein - es werde technische  Hilfeleistung in allen Lagen von ihr erwartet, sagte Festredner Arnold Möllmann.
Wenige Tage nach den Feierlichkeiten konnten die Männer ihr technisches Leistungsvermögen unter Beweis stellen. Am Samstag, 19.Oktober 1969, wurde kurz vor 15 Uhr Katastrophenalarm gegeben. Vom Depot rückten die Fahrzeuge aus und trafen am Kaarster Bahnhof ihre Kollegen aus Kaarst und Büderich. Aus Büttgen und Korschenbroich waren zwei Krankenwagen an der Unglücksstelle erschienen. Doch der Ernstfall - ein PKW war von einer Lokomotive erfasst worden, alle Insassen schwer verletzt - wurde nur geprobt. Dies war übrigens die erste Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst.
An einem ernsthaften Einsatz im November 1963 werden sich noch so einige Büttgener und Holzbüttgener Bürger erinnern. Drei Jungen, die in einer Scheune des Gehöftes Fritz Even an der Bismarckstraße zwischen Strohballen mit Kerzenstummeln gekokelt hatten, setzten am Buß - und Bettag das Stroh in Brand.60 Mann der Freiwilligen Feuerwehren Büttgen, Kaarst und Neuss kämpften mit allen zur Verfügung stehenden Rohren gegen ein Übergreifen des Feuers auf ein Wohngebäude an.
Die Scheune und der Schuppen brannten ab. Der dort gelagerte Wein hatte einen Wert von etwa 80.000 DM. Der Brandschaden hingegen lag bei ca. 40.000 DM. Die Büttgener werden diesen Einsatz in besonderer Erinnerung behalten, denn sie wurden erst Alarmiert als die Neusser bereits vor Ort waren. Dies lag daran, dass die Post damals die Telefonnummer geändert hatte und diese per Handzettel im Ort verteilt wurde. Heut zu Tage eine kaum vorstellbare Situation.

 

 


Und noch`n Einsatz....... Öl im Nordkanal


Auch damit wurden die Wehren gut fertig. Die Büttgener kreisten die angenommene Ölfläche mit luftgefüllten Schläuchen ein und beseitigten sie mit einem Ölauffangmittel. Währenddessen hatte sich der pfiffige Ehrenbrandmeister Sandkaulen eine besondere Einlage ausgedacht. Aus einem Schrotthaufen schlugen plötzlich hohe Flammen. Aber Brandmeister Schmitz schaltete schnell und ließ die nötige Leitung auslegen. So lautete das Urteil des Schiedsrichters:“ Gute Arbeit, gute Ausbildung einer verhältnismäßig kleinen Wehr!“

 

 


Die Umgehungsstraßen fordern ihre ersten Opfer


Das neue Jahrzehnt  begann turbulent. 42-mal heulten die Sirenen und die Wehrleute zum Ausrücken. Das waren 40% mehr Einsätze als im Vorjahr. Die Einsatzstunden stiegen sogar um 83%. Überwiegend handelte es sich um Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen, Ölschäden und Wassereinbrüche. Nur bei 15% der Einsätze galt es Feuer zu löschen.
Ein schlimmer Verkehrsunfall ereignete sich am 15.September 1970 auf  der Kreuzung einer stark befahrenen Umgehungsstraße. Dort musste ein 22 jähriger Münchner sein Leben lassen. Fünf Wochen später, am 24. Oktober, prallte auf der Kreuzung am Tennisplatz ein PKW gegen eine Omnibus. Der Fahrer und sein sechsjähriges Töchterchen verstarben kurze Zeit später im Krankenhaus. Acht Fahrgäste des Busses wurden verletzt.
Den Feuerwehren im Kreis wurde immer mehr abverlangt, der Ruf nach Zusammenarbeit der Gemeindefeuerwehren immer lauter. Der Kreisbrandmeister H-P Schmitz machte die notwendige Koordination zu einem seiner Hauptziele. Im Polizeibezirk Meerbusch wurde eine Arbeitsgemeinschaft der Freiwilligen Feuerwehren gegründet. Dazu zählten die Löschzüge der Stadt Meerbusch und die Wehren aus Kaarst, Büttgen, Glehn, Kleinenbroich und Korschenbroich. Die Weiterbildung in Theorie und Praxis wurde sehr groß geschrieben. An den Grundlehrgängen, Atemschutzlehrgängen und Ausbildungslehrgängen zum Oberfeuerwehrmann nahmen die Büttgener rege und mit Erfolg teil. Wenn man die Einsatzstatistiken einmal vergleicht, aus den 70ern und heute, so fällt einem auf, dass heute im Gegensatz zu damals bei ca. 98% der Brandeinsätze der Atemschutz angelegt werden muss. Zur damaligen Zeit entstanden bei Wohnungsbränden weniger schädliche Brandgase. Heute, wo unsere Wohnungseinrichtung zum größten Teil aus Kunststoffen besteht, sind die Feuerwehrleute in hohem Maße durch Giftgase gefährdet.

 

 

Die Erweiterung des Gerätehauses

 

Im Februar 1971 gab der Rat grünes Licht zur Erweiterung des Gerätehauses und dem Ausbau des Dachgeschosses an der Driescherstrasse. 65.000DM wurden dem Haushalt 1972 zur Verfügung gestellt. Seit der Anschaffung des TLF 1965 standen die Fahrzeuge so eng beieinander, dass keine vorschriftsmäßigen Durchgänge mehr vorhanden waren. Außerdem stand der Anschaffung eines neuen MTF - und die Auslieferung eines neuen Löschfahrzeuges bevor.
Am 2.Dezember wurde das erweiterte Gerätehaus seiner Bestimmung übergeben. Auch die Ausbildung der Wehr konnte sich sehen lassen. Die Wehrmänner absolvierten neben ihren 1200 Einsatzstunden nahezu 2000 Schulungsstunden, um auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben.

 

 


Abschied von „Tante Maria“

Wenn man in der Sammlung von Willi Krüppel das Jahr 1972 durchstöbert, so fällt ein Ereignis besonders ins Auge. Das neue Alarmierungssystem der Büttgener Feuerwehr wurde eingeführt. Über 30 Jahre lang war die Feuerwehrmeldestelle im Haus Laumen gewesen. Diese Familie hatte die Sirene bei allen Unfall- und Feuermeldungen gewissenhaft in Gang gesetzt. Jetzt trat eine moderne, rundgesteuerte Anlage mit vier Meldestellen in Aktion.

Bis 1968 hatte Büttgen nur eine Sirene auf dem Dach der Pampusschule besessen, später waren zwei weitere auf der Evangelischen Grundschule und dem Feuerwehr-Gerätehaus angebracht worden. Das neue System sicherte eine schnellere Alarmierung.

Bei Anruf der Büttgener Wehr meldeten sich nun während der Dienststunden die Gemeindeverwaltung, außerhalb derselben Wehrleiter Willi Krüppel, Pastor Horst Klemt oder das Gerätehaus mit Heinz Püllen. Wer von den Vieren als Erster den Telefonhörer abnahm, hatte die Alarmmeldung weiterzugeben. Familie Schulten und „Tante Maria“ vom Hotel Jan-van-Werth erhielten als kleines Danke-Schön für ihre jahrzehntelange Treue im Dienst der Feuerwehr von der Gemeinde einen großen Blumenstrauß.

 

 


Alarm im Dorf


Vierzig mal wurde die Feuerwehr 1972 alarmiert. Bei sechs Verkehrsunfällen, drei Öleinsätzen, acht Müllkippen- und 16 weiteren Bränden leistete man(n) 654 Einsatzstunden. Im April gab es dann einen Ölalarm im Dorf. Mit drei Fahrzeugen rückte die Feuerwehr aus, um ausgelaufenes Öl in der Holzbüttger - und Bahnstraße zu beseitigen. Ein LKW- Fahrer hatte die gefährliche Flüssigkeit verloren. In der Nacht von Karfreitag zu Karsamstag brannte es im Kaarster Bahnhof. Er konnte jedoch schnell gelöscht werden, so dass kein großer Schaden entstand.

 

 

Freundschaft mit der Brandweer Lichtenvoorde

Ein Sonntag im September 1973. Rund um den Steigerturm herrschte Hochbetrieb. Büttgens Feuerwehrmänner hatten ihren Gerätepark auf Hochglanz poliert. Zum ersten Mal gab es den „Tag der offenen Tür“. „Wir wollen unseren Bürgern offen Rede und Antwort stehen und sagen, was wir haben und was uns noch fehlt“, sagte damals Wehrleiter Willi Krüppel. Die Bürger kamen mit Kind und Kegel. Zeitweise herrschte richtiges Gedränge, so groß war das allgemeine Interesse. Jeder wollte einmal im Führerhaus eines imposanten Löschwagens sitzen und Kinderträume wahr werden lassen. Vier eindrucksvolle Einsatzwagen standen vor den Toren des Depots, denn stellvertretender Bürgermeister Junkers hatte den Florianern am Tag der offenen Tür ein neues Funk – Kommando – Fahrzeug übergeben können. Alle waren mit Funkgeräten ausgerüstet, so dass sie während des Einsatzes ständig mit dem Gerätehaus in Verbindung bleiben konnten. Daneben nahm sich die aus der Gründerzeit herübergerettete Handlöschpumpe sehr bescheiden aus. Im April des Jahres nahmen 35 Feuerwehrleute aus dem Kreis Grevenbroich an einem Oberfeuerwehrmann-Lehrgang in Büttgen teil. Die beiden Einheimischen, Eduard Klüber und Winfried Krause werden sich noch gut an die 75-Stunden-lange Büffelei erinnern, denn sie bestanden die Prüfung mit der Note „gut“. In den folgenden Jahren wurde es zur guten Gewohnheit, die Fortbildungsveranstaltungen des Kreises in Büttgen abzuhalten.
Im Mai konnten die Kollegen der Lichtenvoorder Brandweer in der Turmschänke mit Kaffee und Kuchen bewirtet werden. Bei der anschließenden Fachsimpelei im Gerätehaus und einer Rundfahrt durch die Gemeinde fungierte Kaplan Kolmschot als Dolmetscher.
Erst gegen 3 Uhr morgens trennten sich die Partner nach einer feucht-fröhlichen Tanzerei bei Jansen in Holzbüttgen. Insgesamt zeigte das Jahr 1973 eine umfangreiche Bilanz: 51mal wurde die Feuerwehr zum Einsatz gerufen. Es galt 23 Brände zu löschen, u.a. einen Scheunenbrand auf dem Gehöft Jülich in Vorst. Der Rest waren Öleinsätze, Verkehrsunfälle, Wassereinsätze, Hilfeleistungen. Das machten 586 Einsatzstunden aus. Hinzu kamen 371 Bereitschaftsstunden bei Großveranstaltungen und 1771 Übungsstunden.

 

 


14.-20.Oktober 1974…….


An dieses Datum werden sich noch einige der Kollegen erinnern. Denn dort fand die erste Brandschutzwoche des Deutschen Feuerwehrverbandes statt. Schulklassen, Kindergärten und Erwachsene nahmen rege an dieser Veranstaltung teil, indem sie sich informierten, über vorbeugende und abwehrende Brandschutzmaßnahmen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „ Der Bürger und seine Feuerwehr“.
In Filmen und Aktionen wurde deutlich gemacht, dass sich der Feuerwehr heute andere Aufgaben stellten als es noch vor 75 Jahren war. In jenem Jahr brach nachts gegen 3 Uhr im Hotel „ Jan Van Werth“ ein Feuer aus. Der komplette Schankraum stand in Flammen. Brandursache war eine glimmende Zigarette in einem Müllbeutel, der hinter der Theke gelagert war. Der Brand war nach ca. einer Stunde gelöscht, doch die ganze Einrichtung war hinüber. Brandschaden: ca. 100.000DM.

 

 


Und dann war da leider noch….


Ein Menschenleben und sieben Verletzte forderte ein schrecklicher Verkehrsunfall im April auf der Kreuzung L 154 / L 381 in Höhe des Büttgener Schwimmbades. Ein Kran-Lastwagen, mit Baumholz beladen, war mit einem Linienbus in voller Wucht zusammengeprallt. Ein Baumstamm hatte sich durch die Seitenwand in den Fahrgastraum des Busses gebohrt. Ein Heer von Feuerwehrleuten, Polizisten und Helfern, die Büttgener Wehr mit allen verfügbaren Fahrzeugen, arbeitete stundenlang, um die Verletzten zu bergen. Als der Rettungshubschrauber an der Unfallstelle landete, waren die Verunglückten schon auf dem Weg ins Krankenhaus. Für den LKW-Fahrer jedoch kam jede Hilfe zu spät.

 

 


Feuerwehr – Krieg und Frieden oder Kaarst & Büttgen...Büttgen & Kaarst wie denn nun?


Am 1.1.1975 kam es zu einer kommunalen Neugliederung. Diese brachte erhebliche Unruhe in die bis dahin friedlich nebeneinander herlebenden Freiwilligen Feuerwehren Büttgen und Kaarst, denn sie wurden nach einer Zusammenlegung beider selbständigen Gemeinden ebenfalls zusammengeführt. D.h. es gab ab diesem Zeitpunkt zwei Löschzüge für die Großgemeinde Kaarst. Der eine war der Löschzug Büttgen und der andere der Löschzug Kaarst, mit jeweils einem Wehrleiter.
Doch da stellte sich die Frage wer stellt den „Feuerwehrhauptmann?“
Diese Frage wurde nicht nur in Feuerwehrkreisen erbittert diskutiert, sondern auch Bürger und Parteien äußerten sich in zahlreichen Leserbriefen in der örtlichen Presse zu diesem heiklen Problem. Die emotionalen Wellen stiegen in beiden Wehren hoch. Zu Beginn der Zusammenlegung hatte Wehrleiter Willi Krüppel den Posten des Feuerwehrchefs kommissarisch übernommen. Bis zu seiner Wahl - die übrigens geheim vonstatten ging - dauerte es noch ein Jahr. Sein Stellvertreter wurde Oberbrandmeister Ernst Verhoeven vom Löschzug Kaarst. Das Tauziehen war zu Ende, die gegenseitigen Missverständnisse und der persönliche Ärger wurden im Laufe der Zeit, nicht zuletzt durch die Bemühungen Bürgermeister Heinz Klevers ausgeräumt. So verkündete der „Wochenspiegel“ am 14.Mai 1976:
„Der Feuerwehr-Frieden ist wieder hergestellt“
Trotz aller Querelen lief die Arbeit weiter. Auf den Umgehungsstraßen krachte es mehrmals. Es gab Schwerverletzte und total demolierte Autos. Besonders die Kreuzung am Schwimmbad hatte es in sich, trotz Ampelanlage. Genauer hieß es 1975 in Zahlen ausgedrückt: 61 Einsätze, davon 29%  kleine und mittlere Brände, 920 Übungsstunden. 14 Kameraden wurden in Sonderlehrgängen im Atemschutz ausgebildet. Brandmeister Reipen sagte auf der Jahreshauptversammlung 1976: „In der heutigen Zeit, ganz gleich ob bei einem Brand, chemischen Einsatz, ist das Atemschutzgerät für jeden Feuerwehrmann eine Notwendigkeit, will er sich selbst nicht in Gefahr bringen.“

Am 1.August 1975 wurde dann eine Alarmierungszentrale an der Jahnstraße in Kaarst für alle Ortsteile der Großgemeinde eingerichtet. Sie trug damals die Rufnummer: 66112

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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Nur für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Kaarst